Ein richtiges Bijou

Es war eine lange Baustelle, aber schlussendlich hat es sich mehr als gelohnt. Aber alles der Reihe nach.

Anfang Sommer hatten wir die Idee, die offene Seite von unserem Sitzplatz zur Hälfte mit Glas zu versehen, damit man windgeschützt sitzen kann. Cornelia suchte auf dem Internet nach möglichen Firmen und vereinbarte mit ihnen Termine, um die Situation vor Ort zu besprechen.
Bei allen Besprechungen wurden wir gefragt, ob wir nicht zusätzlich die zweite Hälfte mit Schiebetüren verschliessen wollten, und bekamen entsprechende Angebote. Nach intensivem Vergleich der Offerten und Ausführungsvarianten entschieden wir uns für die Firma DAMAK aus Rothrist.

Mit dem Entscheid für die Verglasung, war für uns auch klar, dass wir auch den defekten und feuchten Sitzplatzboden ersetzen wollten. Da das Gesamtpaket eine grössere Investition war, wollten wir mit dem Boden zuerst noch bis nächstes Jahr warten. Da das Rausreissen des Bodens aber einfacher ist, wenn noch kein Glas vorhanden ist, entschieden wir uns schlussendlich doch dafür, beides jetzt zu machen.

Also startete ich Mitte Juli mit dem Ausbau des alten und feuchten Bodens. Was darunter zum Vorschein kam, hat uns, nach den Erfahrungen von vorherigen Projekten nicht mehr erstaunt: nämlich viel Bauschutt, Betonfundamentstücke und Stahlteile. Als alles nach schweisstreibender Arbeit entfernt und entsorgt war, kam das Fundament für die Verglasung an die Reihe.

Dazu habe ich einen 60 cm tiefer Graben ausgehoben und darin mit Holz eine Verschalung erstellt. Da in unserem Haus kein Boden im Wasser liegt, hat es nicht erstaunt, dass das auch beim Sitzplatz so war. Da mir das aber wichtig ist, musste ich den Boden um 8 cm ausgleichen -eine stolze Differenz bei einer Seitenlänge von 5 Metern. Erstaunlich, wie viele Säcke Beton es brauchte, um die Verschalung zu füllen. Da der vorgesehene Termin für die Verglasung erst Ende August war, blieb genug Zeit zum Aushärten.

Leider ereignet sich ein Fehler bei der Glasbestellung, so dass sich der Termin um 8 Wochen verzögerte.

Im August erstellte ich ein neues Untergestell für den Boden. Dafür habe ich zuerst 65 Erdspiesse mit einer Länge von je 80 cm eingeschlagen. Darauf wurde dann ein Holzrost mit 60-er Balken verlegt und mittels Laser ins Wasser gelegt - parallel zum Fundament. Somit entstand ein grösserer Hohlraum zwischen Erde und Boden damit der Holzboden nicht wieder feucht wird und somit länger erhalten bleibt. Nun hatte alles Zeit um sich zusetzen und komplett auszutrocknen.

In der ersten Novemberwoche war es endlich so weit: die Verglasung wurde geliefert. Wir waren gespannt, wie es am Ende aussehen wird und wurden nicht enttäuscht. Zuerst mussten viele Vorarbeiten vorgenommen werden. Dazu gehörte auch das Ausschneiden der Deckenbolzbalken, um die obere Führungsschiene zu montieren, denn damit konnte die Durchgangshöhe erhalten werden. Die Arbeiten wurden sehr fachmännisch und exakt ausgeführt. Am zweiten Tag wurden die Fensterrahmen eingebaut und am Nachmittag das Fensterglas eingesetzt. Das Ganze nahm langsam Form an.

Nachdem alle Abdichtungsfugen gezogen und die Abschlusswinkel montiert waren, sieht unser Sitzplatz grösser aus als vorher.

Nun war wieder mein Einsatz gefragt, indem ich den Holzboden noch verlegte. Dank der guten Vorbereitung kam ich sehr gut voran. Bereits am späteren Nachmittag war der Boden verlegt und bis am Abend auch die Sockelleisten montiert.

Zuallerletzt musste der neue Boden noch eingeölt werden. Gemäss Angaben des Herstellers sollte eine halbe Dose für 2 Anstriche reichen. Dazwischen soll man das restliche Öl abziehen. Doch es kam ganz anders. für den ersten Anstrich benötigte ich eine halbe Büchse und am Tag darauf war alles aufgesogen - also nichts mehr zum Abziehen übrig. Für den zweiten Anstrich benötigte ich die zweite Hälfte und dieser wurde komplett ausgesogen. Der Boden sieht nun nicht nur toll aus, sondern fühlt sich auch so an.

Nachdem wir den Sitzplatz wieder mit den vorherigen Möbeln bestückten haben, sieht es aus wie ein zweites Wohnzimmer. Wir freuen uns über das Ergebnis und können es kaum erwarten, den Raum vom Frühling her zu nutzen. Wir möchten an der Stelle der Firma Damak ganz herzlich für ihre super tolle Arbeit danken. Wir haben es sehr geschätzt, dass sie individuell auf unsere Situation eingegangen ist und einwandfreie, exakte Arbeit geliefert hat. Die ganze Zusammenarbeit war sehr angenehm und wir können die Firma nur empfehlen.

13. November 2023

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