Bärgevent 2025 am Reitnauer -zäme erläbe
Von diesem Anlass hatte ich zwar bereits 2024 gelesen, aber ihn noch nicht näher angeschaut. In diesem Jahr war es anders.
Ich bin viele Kilometer auf dem Rad gefahren, aber fast immer alleine. Von meiner Frau wurde ich an die Webseite erinnert. Da der Verein auch eine WhatsApp Gruppe anbietet für gemeinsame Ausfahrten, entschloss ich mich, dieser Gruppe beizutreten. Zugleich hat mich der «Bärgevent» nicht mehr losgelassen - während 24h den Reitnauerberg hoch und runter. Das hört sich zwar etwas monoton an, doch ich entschied mich anzumelden und die Herausforderung 24h Radfahren anzunehmen. Ich war bis zu Zeitpunkt der Anmeldung sehr gut vorbereitet und hatte bereits viel Kilometer im Sattel verbracht. Somit nutzte ich die verbleibende Zeit bis zum Event, möglichst viele Bergtrainings zu absolvieren.
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Schnell war die Woche des Anlasses gekommen und ich wurde nervös. Schaffe ich 24 Stunden lang bergauf und runter zu fahren, wieviel Runden erreiche ich? Fragen über Fragen die mir durch den Kopf gingen.
Der Start des Rennes war am Freitag um 19 Uhr.
Ich versuchte am Nachmittag noch etwas zu schlafen, was aber nicht so richtig funktioniert hat.
Ich packte alle meine Sachen und fuhr zum Schützenhaus Reitnau, wo sich der Parkplatzt und das Eventgelände befand. Ich richtete im Auto eine Liege ein, für eine Pause oder falls ich mich umziehen möchte.
Anschliessend ging es per Rad zum Start runter nach Attelwil, wo wir die Startnummern bekamen.
Pünktlich um 19:00 Uhr ging es los ins Abenteuer. Die erste Runde wurde gemeinsam absolviert, angeführt von den Handbikern. Es war unglaublich, wieviel Zuschauer der Strecke entlang waren und uns immer wieder anfeuerten und motivierten.
Das 24h Rennen ist etwas Einzigartiges, denn es gibt keine Rangliste und es waren nur 100 Teilnehmer zugelassen. Es geht darum, Höhenmeter zu sammeln und so sein selber gewähltes Ziel zu erstrampeln: Vom Napf, über den Mount Everest bis zum Marianengraben.
Doch hier geht es nicht nur um sportlichen Ehrgeiz. Vielmehr dreht sich alles darum, gemeinsam Spass zu haben, mit Gleichgesinnten eine unvergessliche Zeit zu erleben.
Ich habe mir ein persönliches Ziel gesteckt, den Mount Everest mit seinen 8848 Höhenmeter zu erreichen. Dafür musste ich 53 Runden fahren, was mir realistisch schien.
Der Einstieg in die ersten Stunden verlief sehr gut - das Wetter war super und die Nacht war angenehm und nicht zu kalt. Ich fand sehr früh einen guten Rhythmus und drehte Runde für Runde. Kurz nach Mitternacht war ich doch sehr durchgeschwitzt und es wurde bei den Abfahrten immer kühler.
Ich entschloss mich eine kurze Pause einzulegen und legte mich kurz hin.
Nach einer Stunde und einem Kleiderwechsel ging es weiter. ich wollte die angenehme Nacht noch nutzen, denn für den Tag wurde heisses Wetter prognostiziert. Es war ein schöner Moment in den Sonnenaufgang zu fahren, aber dann stiegen die Temperaturen von Stunde zu Stunde an. Da wir während 90% der Strecke der prallen Sonne ausgesetzt waren, wurden die Runden immer anstrengender, und die Müdigkeit machte sich bemerkbar.
Dank der tollen Atmosphäre und den kühlenden Eisbeutel, die uns von den Helfern immer gereicht wurden, war es dennoch ein herrliches Gefühl, Teil dieses Event zu sein. Etwas kurz nach 16 Uhr erreichte ich die 53 Runde und somit mein Ziel.
Ich absolvierte etwas mehr als 8848 Höhenmeter und erkletterte somit den Mount Everest.
Am Schluss war es hart, aber die Anstrengung hat sich gelohnt. Ich war überwältigt und bin stolz auf mich und meine Leistung.
Beim Bärgevent geht es nicht nur um das Sammeln von Höhenmeter, sondern man sammelt auch für einen guten Zweck. Man sammelt für die Schweizer Paraplegiker-Stiftung. Es kann pauschal oder pro Runde einen Beitrag spenden. 100% der Spendengelder fliesen nach Nottwil. Es war gewaltig, welchen Betrag übergeben werden konnte, ganz nach dem Motto: «zäme erläbe – zäme spände»
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25. Oktober 2025








