Ein Jahr mit vielen Hochs und Tiefs ist zu Ende

Das Jahr 2023 begann mit einem Bike-Sturz, bei dem ich mir mein Kinn so stark verletze, dass es im Notfall genäht werden musste. Dadurch war ich für die ersten 3 Tage arbeitsunfähig.

Somit startete ich bei der Arbeit mit etwas Verspätung, um am sehr komplexen Projekt fortzufahren, welches mir schon Ende 2022 alles abverlangt hatte.

Der Start ins neue Jahr verlief also harzig, denn ich stand bereits wieder unter Dauerstress. Die Tage waren lang und öfters arbeitete ich noch am Samstagmorgen. Um den Termin schlussendlich einzuhalten, verschob ich sogar noch meine Ferien. Das alles war nötig, weil wir bei den Programmierern schon seit längerem unterbesetzt sind.
Ich erreichte schlussendlich das Ziel aber zu welchem Preis?

Zum Ausgleich zur Arbeit, absolvierte ich viele Radtouren, welche ich jeweils genoss. Trotz den vielen Radkilometer konnte ich mich dieses Jahr aber nicht motivieren, einen Ultra Radmarathon zu absolvieren. Ich radelte aus reiner Freude am Radfahren und an der Bewegung - mein geliebtes Hobby.

Zuhause haben wir schon länger über unseren aktuellen Sitzplatz diskutiert. Nicht nur die Katzenbesuche mit ihren Hinterlassenschaften, sondern auch die Insektenplage während dem Essen störte uns sehr. Ausserdem wünschten wir uns, dass wir den Sitzplatz während mehr Monaten nutzen konnten.
Deshalb entschlossen wir uns, die offene Seite mit Glas zu schliessen, so dass wir eine Art Wintergarten bekämen. Da ich sehr gerne handwerklich arbeite, freute ich mich sehr über dieses Projekt und nahm mir vor einiges an Arbeit selber zu leisten. Genaueres dazu kannst Du unter "News" auf meiner Homepage lesen.

Beruflich ging es ziemlich durchzogen weiter. Es waren sehr viele Projekte offen, aber die Personalsituation hatte sich nicht geändert. Somit mussten weniger Leute noch mehr Arbeit bewältigen und der Stress wurde noch grösser. Dass die Stimmung am Arbeitsplatz dadurch nicht besser wurde, ist somit nachvollziehbar.

Da wir zuhause noch immer die schwierige Wohnsituation mit meiner Mutter haben, war die Erholungszeit neben der Arbeit leider nicht so möglich, wie ich das gebraucht hätte. Die Arbeit an unserem Sitzplatz machte mir zwar grossen Spass und war für mich ein super Ausgleich zur Arbeit, aber es war keine Dauerlösung.
I ch merkte, dass mein Körper anfing zu rebellieren und mich zum Handeln zwang.

Es stand nun eine intensive Zeit vor mir, welche nicht einfach war.
Ich musste an mir arbeiten und eine Lösung suchen für die Zukunft. Obwohl ich seit 5 Jahren an meiner jetzigen Stelle war und die Arbeit interessant war, musste ich einsehen, dass ich so nicht weitermachen kann und will.

Die Stellensuche in meiner jetzigen, angeschlagenen Situation stellte ich mir schwierig vor, aber ich bekam praktisch auf alle Bewerbungsschreiben Einladungen zu Vorstellungsgesprächen.

Diverse von diesen waren sehr interessant und ich freute mich sehr, dass all meine Favoriten mich zu weiteren Gesprächen einluden. Ein tolles Gefühl, so wertgeschätzt zu werden!

Ich konnte mir meine neue Stelle aus verschiedenen attraktiven Angeboten aussuchen. In meinem Alter eine privilegierte Situation, die ich so nicht erwartet, aber natürlich extrem geschätzt habe.

Nach meiner Erfahrung am letzten Arbeitsort habe ich gelernt, dass für mich neben der interessanten Arbeit noch andere Faktoren entscheidend sind: Ich möchte eine angenehme Arbeitsatmosphäre, in der Vorgesetze und Mitarbeiter an einem Strick ziehen, respektvoll miteinander umgehen und sich gegenseitig unterstützen. Wichtig war mir auch das Verhältnis von Mitarbeiter und zu erledigende Arbeit. Ich arbeite gerne und auch viel, aber wenn man trotz mehrfachen Kompensationen und Auszahlungen Ende Dezember noch 200 Überstunden hat, stimmt es für mich nicht mehr.

Mehrere Firmen erfüllten meine Ansprüche, aber bei meinem zukünftigen Arbeitgeber stimmte auch das Bauchgefühl. Mit grosser Überzeugung nahm ich die Stelle an und freue mich schon auf meinen ersten Arbeitstag.

Ich blicke gespannt in die Zukunft. Ich den letzten Monaten nahm ich mir viel Zeit zur Aufarbeitung der Geschehnisse und ich fühle mich nun wieder bereit und freue mich auf neue Herausforderungen.

Ich blicke sehr positiv ins 2024 und bin sehr gespannt, was für schöne Erlebnisse es bringen wird.

31. Dezember 2023

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